Bankroll Management: Die Kunst des Gewinnes

Bankroll Management (kurz: BRM) ist ein System, mit dem du dein gesamtes Kapital, also deine Bankroll, dass du für Echtgeldgaming zur Verfügung hast, weiter ausbaust. BRM ist unabhängig von der Höhe deines Startkapitals und es ermöglicht dir…

  • deine Bankroll auszubauen
  • die richtigen Spieleinsätze zu finden
  • eine Pechsträhne abzufangen

Die Varianz besiegen

Sportwetten, Daytrading und Poker sind Spiele mit einer gewissen Varianz. Genau wie beim Echtgeldgaming kannst du mehrere Spiele hintereinander verlieren, obwohl du der bessere Spieler bist. Bei Langzeitspielern die über 300 Games im Monat absolvieren, kann es daher durchaus vorkommen, dass sie in eine lang anhaltende Pechsträhne, ein sogenannter Downswing, geraten. Ein Downswing kann sogar  dazu führen, dass du  10, 20 oder sogar 30 Spiele hintereinander verlierst. Deine Bankroll sollte daher immer so groß sein, dass sie einen Downswing ausgleichen kann.

Den Einsatz bestimmt deine Bankroll

Es ist egal wie viel Geld du zur Verfügung hast, du rechnest immer in Buy-ins. Ein Buy-in ist der Spieleinsatz den du bringen musst, um an einem Echtgeldspiel teilzunehmen. Spielst du mit einem Einsatz von $2 beträgt deine Bankroll mit $50 exakt 25 Buy-ins. Spielst du allerdings höhere Einsätze, wie zum Beispiel $5 pro Spiel, beträgt deine Bankroll bei $50 nur 10 Buy-ins. Um bei einem Limit von $5 auf 25 Buy-ins zu kommen würdest du $125 benötigen.

Bankroll/Einsatz = Bankroll in Buy-ins

Welche Einsätze solltest du spielen?

Das hängt maßgeblich davon ab wie groß deine Bankroll ist, wie viel Risiko du eingehen willst und letztendlich von dem Spiel und deiner Spielstärke. Im Schnitt empfehlen wir einen Höchsteinsatz von $5 pro Spiel und eine Bankroll von $150. Das sind 30 Buy-ins, mit denen du im Extremfall eine längere Pechsträhne ausgleichen kannst.

Unterschiede zwischen den eGames

Es ist wie im Fußball, nicht immer gewinnt die bessere Mannschaft, so gewinnt im Gaminig auch nicht immer der bessere Spieler. Viele Faktoren beeinflussen dabei den Ausgang des Spiels. Wichtig ist, dass du diesen unberechenbaren Faktor in deine Bankroll-Planung mit einbeziehst.

Entscheidend dabei ist, dass du für dein Game eine Skill-Komponente und eine Glücks-Komponente definierst.

Sportspiele: Skill 70% / Luck: 30%

Shooter: Skill 80%/ Luck: 20%

Strategiespiele: Skill 90%/ Luck 10%

Grundsätzlich gilt, je höher der Glücksfaktor in einem Spiel ist, desto konservativer solltest du dein Bankroll Managemant gestallten.

Buy-ins nach Game

Ob du dein Kapital aggresiv, normal oder konservativ verwaltest, ist abhängig von deinem eigenen Skill. Ein Grundrichtung findest du hier:

Aggresives BRM Normales BRM Konservatives BRM
Sportspiele (Fifa, Maden, etc.) 15 buy-ins 20 buy-ins 30 buy-ins
Shooter (Halo, Counterstrike,) 10 buy-ins 15 buy-ins  20 buy-ins
Strategiespiele (Starcraft) 5 buy-ins 10 buy-ins  15 buy-ins

Wann ist es sinnvoll, kleinere Einsätze zu spielen?

Sobald deine Bankroll gefährdet ist, solltest du mit deinen Einsätzen runtergehen. Spielst du aktuell um $5 und deine Bankroll fällt unter $100, hast du weniger als 20 Buy-ins. Nun solltest du mit 100$ auf einen Einsatz von $4, runtgerhen. Somit hast du wieder 25 Buy-ins. Bei $2.50 noch ganze 50 Buy-ins. So kannst du Schwingungen ausgleichen und dein investiertes Geld ausreichend schützen.

Wann solltest du mit höheren Einsätzen spielen?

Wenn du mindestens 30 Buy-ins zur Verfügung hast. Das heißt, wenn du um $7 spielen möchtest sollte deine Bankroll mehr als $200 betragen. Wenn du gerade dein alpha-game  spielst, in dem du schon sehr gut bist, spricht nichts dagegen, auch mit $180 ein paar shoots zu wagen. Bedenke allerdings, dass dies dein Risiko erhöht und du bei 2-3 Niederlagen auf dein ursprüngliches Limit zurückkehren solltest.

Deine Risikobereitschaft berücksichtigen

Wichtig ist es die Einsätze zu spielen mit denen du dich wohlfühlst. Wenn du bei einem $10 Game zu sehr unter Druck stehst, ist es besser kleinere Limits zu spielen auch wenn deine Bankroll für die $10 Games ausreicht. Bleibe dabei immer in deiner Komfortzone. Wenn du allerdings gerne um höhere Einsätze spielst, bedenke, dass du auch verlieren kannst obwohl du der bessere Spieler bist.

Die Spielstärke deiner Gegner

Bankroll Management nützt dir nichts, wenn du nicht mindestens 6 von 10 Spielen für dich entscheidest.  Umso mehr Spiele du gespielt hast umso besser kannst du deinen Skill im Vergleich zu deinen Gegnern einschätzen. Die meisten Echtgeldgaming- Plattformen stellen Statistiken der Gegner bereit. Sehr gute Spieler haben ein Verhältnis von bis zu 80% Winnings zu 20% Loosings. Schau dir die Statistiken an bevor du ein Match eingehst. Umso schlechter die Statistik deines Gegners umso eher solltest du gegen Ihn spielen. Beachte dabei auch das gute Spieler eher höhere Buy-ins Spielen als schlechtere Spieler. Du solltest dich zu Anfang an den kleineren Buy-ins probieren.

 

Zusammenfassung

  • Obwohl du ein guter Spieler bist, kannst du immer mal wieder einen Negativlauf haben
  • Bankrollmanagement hilft dir, in solch einer Situation einen kühlen Kopf zu bewahren
  • Dabei hast du immer im Blick, wie viele Buy-ins dein Gesamtguthaben zur Verfügung stellt
  • 30 Buy-ins (Spieleinsätze) sichern dich gegen einen schlechten Lauf ab
  • Bei einer Pechsträhne solltest du mit kleineren Buy-ins weiterspielen
  • Erst wenn du wieder genug Buy-ins zur Verfügung hast, solltest du das Risiko erhöhen und mit größeren Einsätzen spielen

Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von Stratos Stratos vor 2 Jahre, 7 Monate.

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